Der Gesundheitsschutz als Auftrag

Freiburger Nachrichten, 24. Oktober 2016

« Ich möchte mich herzlich beim Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen bedanken : Durch seine Tätigkeiten sorgt es für die Gesundheit von uns allen. » Dies sagte Staatsrätin Marie Garnier (Grüne) am Samstag zur Eröffnung des Tags der offenen Tür des Amtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Ziel dieses Anlasses war es, den Besuchern einerseits die neuen Räumlichkeiten des Amtes in Givisiez vorzustellen und sie andererseits über die Tätigkeiten des Amtes zu informieren.

Interaktive Stände

Um mehr über das Amt und dessen Tätigkeiten zu erfahren, hatten die Mitarbeiter für den Samstag diverse Informationsstände aufgestellt. Diese waren interaktiv aufgebaut : So konnten Besucher beispielsweise im Labor einen PH-Test durchführen oder beim Thema « Schlachtung », die Organe einer Hirschkuh zusammenfügen. Auch für die Kleinsten hatte es bei jedem Posten Spiele und Bilder, durch welche auch sie mehr über die Aufgaben des Amtes erfuhren. Sie konnten sich etwa im Bereich Tierschutz an Puzzles in Hundeform wagen, das Melken an einer Kuhattrappe üben und diverse Tierbilder ausmalen.

Wasserkontrolle

Ebenfalls eine wichtige Aufgabe des Amtes ist die Wasserkontrolle. Bei diesem Informationsstand konnten die Besucher einen Chlortest durchführen und anschliessend das digitalisierte Wassernetz betrachten. Leider sei dieses aber noch nicht vollständig, erklärte Nicolas Aebischer, Chef des Sektors Trinkwasser, gegenüber den FN. Das Amt hoffe, dass das Wassernetz bis zum Jahr 2020 vollständig digitalisiert werden könne. Hierfür seien aber noch viele Messungen durch die Gemeinden nötig. « Das Ziel ist, dass wir bei einer Wasserverschmutzung sofort feststellen können, welche Bereiche betroffen sind », sagte Aebischer. Aber auch für die Feuerwehr würde sich das über Tablets verfügbare Wassernetz bezahlt machen. « Diese sieht auf dem Tablet sehr schnell, wo sich ein Hydrant befindet. Dadurch kann die Feuerwehr viel Zeit sparen », so Aebischer.

Nach den vielen Informationen wurden die Besucher am Ende des Rundgangs mit einer Degustation verwöhnt : An marktähnlichen Ständen konnten die Besucher unterschiedliche Käse- und Fleischsorten degustieren. Wer es weniger salzig und lieber süss mag, kam ebenfalls auf seine Kosten. Denn es wurden ebenfalls diverse Desserts sowie Honig angeboten.

Wissen dank Degustation

Auch bei den Degustationsständen erfuhr der Besucher viel über die unterschiedlichen Nahrungsmittel. Beim Honigstand liess sich zudem eine Bienenwabe von nahe betrachten. Jeder Besucher suchte instinktiv nach der Königin, die tatsächlich sehr leicht zu finden war. Dass die angebotenen Nahrungsmittel besonders schmackhaft sind, unterstrich ein kleines Mädchen : Auch nach mehreren Aufforderungen der Mutter, nun endlich mit dem Essen aufzuhören, griff die Kleine genüsslich zum Käse und genoss diesen in vollen Zügen. Einen Stand weiter fragte es mit einem Lächeln im Gesicht : « Darf ich ein bisschen Fleisch probieren ? » Der Tag war für das Mädchen gerettet. Am Ende des Rundgangs kehrten die Besucher um sehr viele Eindrücke und noch mehr Informationen reicher nach Hause zurück.
Chronologie

Gesundheit von Mensch und Tier

Im Jahr 2008 fusionierte das Kantonale Veterinäramt mit dem Kantonalen Laboratorium zum Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Vor einem Jahr bezog dieses ein umgebautes Gebäude in Givisiez. Dadurch sollte die Zusammenarbeit innerhalb des Amtes erleichtert werden. Zu seinen Aufgaben gehört es, Konsumenten durch Lebensmittelkontrollen vor gesundheitsschädigenden Lebensmitteln zu schützen sowie das Wohlbefinden der Tiere zu überwachen. Daneben kümmert sich das Amt auch um die Kontrolle des Wassers sowie die Bekämpfung von Tierseuchen und Zoonosen. Das Amt stützt sich auf das eidgenössische Lebensmittelrecht.